Wir Elbautor*innen, das Netzwerk der Hamburger Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren, fordern eine Anpassung der Honorare für Schullesungen durch das Literaturzentrum Hamburg (LIT).
Der aktuell gezahlte Satz von 250 Euro pro Lesung (inkl. Umsatzsteuer und Spesen wie Fahrtkosten) ist seit Jahren unverändert und bildet die Kosten- und Preisentwicklung nicht mehr ab.
Mit Lesungen und Workshops bringen wir Bücher direkt in die Schulen – als zentralen Beitrag zur Leseförderung und der kulturellen Bildung. Damit diese Arbeit verlässlich möglich bleibt, braucht es eine angemessene Vergütung.
Der Verband deutscher Schriftsteller*innen (VS) empfiehlt ein Mindesthonorar von 500 Euro pro Lesung. Wir haben bisher für die Hälfte, nämlich 250 Euro die Schulen besucht. Wir betonen, dass wir nicht eine Anhebung auf das vom VS empfohlene Niveau fordern.
Uns geht es um einen realistischen Schritt: Seit der letzten Anpassung 2020 sind Inflation und allgemeine Lohnentwicklung deutlich gestiegen. Eine Anpassung um rund 20 Prozent wäre angemessen – das entspricht 300 Euro brutto pro Lesung.
Wir heben hervor, dass die finanzielle Unterstützung der Stadt für Lesungen an Hamburger Schulen durch das LIT großartig und keine Selbstverständlichkeit ist.
Gleichzeitig bedauern wir, dass unsere Bitte um eine Anpassung bislang abgelehnt wurde und ein Gespräch mit der Schulbehörde zur gemeinsamen Lösung nicht zustande gekommen ist. Andere Akteure in der Stadt – etwa Seiteneinsteiger e.V. oder die Bücherhallen – haben Honorare in diesem Bereich bereits angepasst.
Da die Behörde weder unserer Bitte nach einer Anpassung nachgekommen ist, noch ein Gespräch ermöglicht hat, werden wir streiken.
Wir Elbautor*innen nehmen keine neuen Schullesungen durch das LIT an, bis eine Lösung in Aussicht steht.





